Die Herstellung von Olivenöl: Ein Kunstwerk der Natur
- Vanessa Straub
- 26. Okt. 2024
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 3. Dez. 2024
Olivenöl ist nicht nur ein Grundpfeiler der mediterranen Küche, sondern auch ein Symbol für Tradition und Handwerkskunst. Die Herstellung von Olivenöl ist ein faszinierender Prozess, der von der Ernte bis zur Abfüllung zahlreiche Schritte umfasst. In diesem Blogbeitrag nehmen wir dich mit auf eine Reise durch die Welt des Olivenöls und zeigen dir, wie aus der bescheidenen Olive ein kostbares Öl entsteht.

1. Die Auswahl der Oliven
Die Qualität des Olivenöls beginnt bereits bei der Auswahl der Oliven. Es gibt verschiedene Olivensorten, die sich in Geschmack und Aroma unterscheiden. Beliebte Sorten sind:
Arbequina: Klein, süßlich und fruchtig.
Picual: Würziger und intensiver im Geschmack.
Hojiblanca: Mild und nussig.
Die Wahl der Sorte hängt oft von der Region und dem gewünschten Geschmacksprofil ab.
2. Ernte der Oliven
Die Olivenernte findet in der Regel zwischen Oktober und Januar statt. Dabei kommen verschiedene Methoden zum Einsatz:
Handernte: Traditionell werden Oliven von Hand gepflückt, was zwar arbeitsintensiv, aber schonend für die Früchte ist.
Maschinenernte: In modernen Plantagen werden spezielle Maschinen eingesetzt, die die Oliven schonend vom Baum schütteln, um die Früchte ohne Beschädigung zu ernten.
3. Transport zur Ölmühle
Nach der Ernte ist es wichtig, die Oliven schnell zur Ölmühle zu bringen. Je frischer die Oliven verarbeitet werden, desto besser ist die Qualität des Öls. Idealerweise sollten die Oliven innerhalb von 24 Stunden nach der Ernte verarbeitet werden.
4. Reinigung und Zerkleinerung
An der Ölmühle angekommen, werden die Oliven gründlich gewaschen, um Schmutz und Blätter zu entfernen. Anschließend erfolgt die Zerkleinerung:
Zerkleinerung: Die Oliven werden zu einer Paste verarbeitet, wobei sowohl das Fruchtfleisch als auch die Kerne zermahlen werden.
5. Pressung
Der nächste Schritt ist die Extraktion des Öls aus der Paste. Hierbei gibt es zwei Hauptmethoden:
Kalte Pressung: Die Paste wird ohne Hitzeeinwirkung gepresst, um die Aromen und Nährstoffe zu bewahren. Diese Methode ist typisch für hochwertiges Olivenöl.
Heißpressung: Hierbei wird die Paste erhitzt, um die Ölmenge zu erhöhen, was jedoch den Geschmack und die Qualität beeinträchtigen kann.
6. Filtration und Lagerung
Nach der Pressung wird das Öl gefiltert, um unerwünschte Rückstände zu entfernen. Dies kann durch verschiedene Methoden geschehen, einschließlich der Verwendung von speziellen Filtern oder durch Sedimentation.
Das gefilterte Olivenöl wird dann in dunklen, luftdichten Behältern gelagert, um es vor Licht und Luft zu schützen, die die Qualität beeinträchtigen könnten.
7. Abfüllung und Verkauf
Der letzte Schritt ist die Abfüllung des Olivenöls in Flaschen. Oft werden dunkle Glasflaschen verwendet, um das Öl vor Licht zu schützen. Nach der Abfüllung wird das Öl etikettiert und für den Verkauf vorbereitet.
8. Genuss und Verwendung
Olivenöl ist nicht nur ein Grundnahrungsmittel, sondern auch ein vielseitiges Produkt in der Küche. Es kann zum Braten, Dünsten, für Dressings oder einfach zum Dippen von Brot verwendet werden. Hochwertiges Olivenöl wird oft roh verwendet, um seinen vollen Geschmack zu entfalten.

Die Herstellung von Olivenöl ist ein kunstvoller Prozess, der Handwerkskunst, Tradition und Leidenschaft vereint. Jedes Fläschchen enthält nicht nur ein köstliches Öl, sondern auch die Geschichte der Menschen, die es mit Sorgfalt und Hingabe produziert haben. Bei deinem nächsten Einkauf solltest du dir die Zeit nehmen, ein qualitativ hochwertiges Olivenöl auszuwählen und es in Ihrer Küche zu genießen – ein wahrhaft mediterranes Erlebnis!














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